1. SELBSTVERSTÄNDNIS: Der Club Nr.12 versteht sich als überregionale Organisation und Interessensvertretung der aktiven FC Bayernfans. Durch die vergleichsweise hohe Mitgliederzahl bietet der C12 die geeignete Plattform, um kosten- und arbeitsintensive Großprojekte wie z.B. Choreografien oder Sonderzüge zu realisieren und den Interessen der aktiven Bayernfans Gehör zu verschaffen. Der Club Nr.12 stellt eine überregionale Ergänzung zu den regional agierenden Fanclubs dar, und unterstützt diese in ihrer Vernetzung untereinander.
2. DER FAN ALS 12. MANN: Schon im Namen unseres Vereins kommt unser Rollenverständnis für den Fußballfan zum Ausdruck. Ein nach unserem Verständnis AKTIVER FAN unterstützt sein Team entsprechend seinen Möglichkeiten wo immer er kann, insbesondere im Stadion. Ein passives sich Zurücklehnen, sich eine Show bieten lassen, und bei Nichtgefallen dieser Show Unmutsäußerungen von sich geben entspricht einem immer populärer werdenden Verhaltensschema in deutschen Fußballstadien. Wir wollten unseren Teil dazu beitragen, diese Entwicklung zu stoppen und wieder zu einem Fan als SUPPORTER (wörtl.: Unterstützer) zurückzukehren.
3. ERST DER FCB, DANN DIE FANKURVE, ERST DANN DER C12! Der Club Nr.12 verzichtet bei der Außendarstellung auf Selbstdarstellung z.B. in Form einer eigenen Zaunfahne, Fahnen mit C12-Logo oder Fanartikel bei denen der Club Nr.12 im Vordergrund steht. Damit machen wir deutlich, dass das Hauptaugenmerk all unserer Aktionen auf dem FC Bayern liegt. Erst danach kommt die Fankurve, und zu letzt der C12!
4. EINE FANKURVE - EINE FANSZENE! Der FC Bayern braucht die Unterstützung EINER großen Fanszene. Ein Nebeneinander mehrerer Fanszenen führt zu ununterbrochenen Reibungsverlusten und wird langfristig zum Niedergang der Fankultur beim FC Bayern führen. Nur wenn sich alle aktiven Fans, unabhängig von Alter, Herkunft, politischer Einstellung und "Fan-Style" als Teil der EINEN FC Bayern-Fanszene begreifen, werden wir unsere Fankurve wieder nach vorne bringen.
5. UNSERE KURVE IST ROT-WEISS, UNSERE FANSZENE IST BUNT! Der Club Nr.12 verurteilt jede Diskriminierung von Minderheiten in und außerhalb des Stadions. Um diesen Grundsatz in der Praxis mit Leben zu erfüllen eignet sich aus unsere Sicht ein vorbildliches Verhalten sowie ein engagiertes NICHT-WEGSCHAUEN (bzw. weghören) besser als leblose Symbole. Statt öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen einiger weniger appellieren wir an alle Mitglieder, mit Zivilcourage für diese Prinzipien einzustehen.
6. Der C12 setzt sich für eine UNPOLITISCHE FANKURVE ein. Politische Grabenkämpfe zwischen Links und Rechts zerstören die notwendige Einheit in Fanszene und Fankurve. Jeder Fan ist dazu aufgerufen, parteipolitische Themen und Symbolik vor dem Stadiontor zu lassen.
7. STADIONBESUCH FÜR ALLE: Der Stadionbesuch ist ein zentrales Element des Fandaseins, und sollte allen Fans möglich sein. Die Preisgestaltung der Eintrittskarten muss so gestaltet sein, dass sich auch einkommensschwache Fans einen regelmäßigen Stadionbesuch leisten können. Insbesondere dem jugendliche Fan, der durch seine Stimmung viel zur Stadionatmosphäre beiträgt muss ein regelmäßiger Stadionbesuch ermöglicht werden. Der Club Nr.12 bietet jungen, engagierten Bayernfans Unterstützung, um in die Fanszene hereinzuwachsen. Zentraler Punkt ist das sog. "Bonusprogramm", über das jeder Nachwuchsfan bei entsprechendem Engagement innerhalb kurzer Zeit an Stehplatzkarten für die Südkurve gelangen kann.
8. STADION, IN DEM MAN SICH ZU HAUSE FÜHLT: Der Club Nr.12 setzt sich für ein Stadion ein, in dem sich der aktive Bayernfan wie zu Hause fühlen kann. Das beinhaltet echte Stehplätze in der Südkurve von einer Eckfahne zur anderen, freie Blockwahl innerhalb der SK und ein Erscheinungsbild des Stadions, aus dem man direkt den Besitzer ableiten kann. Wir fordern angemessene Freiheiten bzgl. Fanutensilien und Raum im direkten und übertragenen Sinn, damit Fankultur auch bei unseren Heimspielen gelebt werden kann.
9. MODERNER FUSSBALL BEDEUTET TRADITIONEN BEWAHREN, UND NICHT DEN VEREIN VERKAUFEN! Der C12 engagiert sich für die Traditionspflege beim FC Bayern. Das beginnt mit dem Bewahren der traditionellen Trikotfarben ROT UND WEISS und endet hoffentlich bald mit einem würdigen Vereinsmuseum für unseren Club. Bewahrt werden sollten aber nicht nur Farben und Traditionen, sondern auch die Macht im eigenen Club: Deshalb setzt sich der Club Nr.12 für einen FC Bayern in Mitgliederhand, und nicht in den Händen einiger Großkonzerne ein.
10. TRANSPARENZ: Der Club Nr.12 hat nichts zu verbergen. Deshalb will der C12 eine sehr offene Organisationsstruktur leben, und ein hohes Maß an Transparenz aufweisen. Wir sind stolz auf eine in jeder Hinsicht sehr heterogene Mitgliederschar. Unser Ziel ist gerade nicht, unsere Mitglieder gleichzuschalten, sondern wir sehen es als positiv an, dass unsere Mitglieder oft ganz unterschiedliche Meinungen vertreten und sich nicht hinter einer Gruppenmeinung verstecken.
11. IM DIALOG BLEIBEN: Den Dialog zu verweigern ist oft eine einfache, aber selten die beste Lösung. Der Club Nr.12 versucht seine Ziele im Dialog mit anderen Fangruppen, auch mit denen anderer Vereine zu erreichen. Auch Gesprächen mit Organisationen, mit denen die Schnittmengen der gemeinsamen Interessen und Überzeugungen eher klein ausfallen, wie z.B. der Polizei, werden wir uns nicht verweigern, solange gewährleistet ist, dass dieser Dialog auf Augenhöhe abläuft, und man nicht lediglich als Statisten für öffentlichkeitswirksame Maßnahmen der Gegenseite missbraucht wird.
12. PROFIFUSSBALL FÜR ALLE: Der Club Nr.12 vertritt die Auffassung, dass die Stadt München mit dem Rekordmeister an der Spitze der 1. Bundesliga und den Bayern Amateuren in der 3. Liga in ausreichendem Maß im deutschen Profifußball vertreten ist. Aus Solidarität mit den Fußballfreunden in anderen Städten erachten wir weitere Fußballclubs bzw. Turnvereine mit Fußballabteilung aus der Region München im Profibereich für überflüssig und würden deren Auflösung bzw. Abstieg in die Bayernliga begrüßen.


