Sehr geehrter Herr Seifert,


wir schreiben Ihnen diesen Brief im Namen der Aktion "Fußball muss bezahlbar sein", die sich für faire und zukunftsfähige Ticketpreise in Deutschlands Stadien einsetzt und die - wie Sie ja wissen - u.a. zum Boykott des Spieles Hamburger SV gegen Borussia Dortmund aufgerufen hat.

Es liegt es uns am Herzen, dass DFL und die Bundesliga-Vereine verstehen, dass die Initiative "Fußball muss bezahlbar sein" durch die Sorge um die Zukunft des Fußballs getrieben wird. Wie man am Beispiel England erkennt, führt eine überteuerte Preisstruktur letztlich zu einer Überalterung der Fans und wird so zu einer Gefahr für die Vereine und den Sport an sich. Gerade weil Fußball sehr traditionsbehaftet ist, müssen wir heute schon an zukünftige Generationen denken. In diesem Streben sollten sich Fans und Vereins- bzw. Verbandsoffizielle absolut einig sein, auch wenn es bei dem Weg dahin immer wieder auch zu Konflikten kommen kann, ja sogar kommen muss. Das Ringen um den richtigen Weg wird niemals geräuschlos vonstattengehen. Wichtig ist aber, dass diese sachlich ausgetragen werden und man einen respektvollen Umgang miteinander einhält. Wir haben uns niemals diffamierend oder herablassend über Verantwortliche des HSV geäußert und werden das auch weiterhin nicht tun. Wir erwarten das aber auch von den Verantwortlichen.

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Wenn es um das Thema Eintrittskarten geht, ist man sich in Fankreisen schnell einig: Man erhält viel zu viele Absagen und viel zu wenig Karten. Da fast jeder Bayernfan dieser Meinung ist, die Stadionkapazitäten zumindest kurzfristig aber nur schwer steigerbar sind, kann es offensichtlich keine Lösung geben, mit der jeder Fan rundum zufrieden wäre.

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Mit Erstaunen dürfte der interessierte Fußballfan den Boykott der Dortmunds Fans am 19.09.10 beim Revierderby gegen Schalke aufgenommen haben. Durch eine regelrechte Kostenexplosion der Eintrittskarten in den letzten Jahren und einer Steigerung der Schalker Kartenpreise von über 50% im Vergleich zum Vorjahr, wurde von der Gelben Wand die Aktion "Kein Zwanni für nen Steher" ins Leben gerufen. Hierbei soll vereinsübergreifend und langfristig für gesunde Preisstrukturen im deutschen Fußball gekämpft werden.

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Kein Zwanni für nen SteherBeim Spiel des HSV gegen den BVB läuft seit dem 15.02.2011 der Vorverkauf für HSV Mitglieder. Womit einhergehend natürlich auch die Preise feststehen. Wenig überraschend wurde der BVB in Kategorie A eingestuft, was zu Preisen zwischen 19€ und 84€ zzgl. 10% VVK-Gebühren führt.

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