Bei den Hinweisen zum Auswärtsspiel in Basel findet sich auf fcb.de folgender fett geschiebener Satz: "Sollte es im Gästeblock zum Einsatz von Pyrotechnik kommen, behält sich der FC Bayern vor, im Hinblick auf zukünftige Auswärtsspiele im Rahmen der UEFA-Champions-League entsprechende Konsequenzen zu ziehen." Mitarbeiter der Fanbetreuung präzisierten diese (bewußt?) schwammige Ankündigung in persönlichen Gesprächen als Drohung, der FC Bayern würde in Zukunft für Europapokal-Spiele keine Auswärtskarten mehr anfordern.

Der Club Nr.12 würde es begrüßen, wenn Vereinsführung und Fans ihre (sicher nicht immer in Einklang zu bringenden) Ansichten zum Thema Pyrotechnik durch direkten und ehrlichen Dialog annähern könnten, statt durch schwammige Drohungen mit den Ängsten von Fans zu spielen, die zu 95% nichts mit dem Abbrennen von Pyrotechnik zu tun haben.

Zu diesem Thema: siehe auch Kommentar von "ProFans München"

Servus Bayernfans,

im letzten Newsletter vor zwei Wochen hatten wir darum gebeten, uns Vorschläge für eine Verbesserung der Stimmung bei den Heimspielen in der Arena zu senden. Für die zahlreichen und zum Teil sehr ausführlichen Einsendungen möchten wir uns hiermit bedanken.

Die Ideen sind zum Teil bereits in ein Treffen zum Thema Stimmungsverbesserung Anfang dieser Woche eingeflossen. Weitere Informationen zu diesem Treffen könnt Ihr der Erklärung weiter unten entnehmen.

 

Hier gehts zum neuen C12 Newsletter

Heute wurde der neue C12-Newsletter versendet. Wer den Newsletter nicht per E-Mail abonniert hat, kann das hier nachholen oder den Newsletter direkt online lesen. Themen sind diesmal unter anderem die angebliche Blocküberfüllung, das Verbot von Fanflyern und ein Aufruf des FCB-Museumsteams.

Nachtrag zu unserem Newsletter:

Hr. Aumann hat uns per E-mail eine ausführlichere Begründung zum Verbot der "Fan-Bladdl" geschickt. Leider zu spät für den Redaktionsschluß des Newsletters.

"Wir sehen einen gravierenden Unterschied zwischen der (freien) Meinung einzelner Personen, die wir als Meinungsfreiheit begreifen, und der systematischen, vom Veranstalter zu genehmigenden, Verbreitung von Meinungen in schriftlicher Form. Letzteres haben wir ab sofort untersagt, da wir uns (mehrfach) nicht in der Lage sahen, den publizierten Inhalt mitzutragen."

Ob es in den nächsten Tagen zu von den Fanvertretern erbetenen Gespräch kommt ist weiterhin unklar.

Sehr geehrter Herr Seifert,


wir schreiben Ihnen diesen Brief im Namen der Aktion "Fußball muss bezahlbar sein", die sich für faire und zukunftsfähige Ticketpreise in Deutschlands Stadien einsetzt und die - wie Sie ja wissen - u.a. zum Boykott des Spieles Hamburger SV gegen Borussia Dortmund aufgerufen hat.

Es liegt es uns am Herzen, dass DFL und die Bundesliga-Vereine verstehen, dass die Initiative "Fußball muss bezahlbar sein" durch die Sorge um die Zukunft des Fußballs getrieben wird. Wie man am Beispiel England erkennt, führt eine überteuerte Preisstruktur letztlich zu einer Überalterung der Fans und wird so zu einer Gefahr für die Vereine und den Sport an sich. Gerade weil Fußball sehr traditionsbehaftet ist, müssen wir heute schon an zukünftige Generationen denken. In diesem Streben sollten sich Fans und Vereins- bzw. Verbandsoffizielle absolut einig sein, auch wenn es bei dem Weg dahin immer wieder auch zu Konflikten kommen kann, ja sogar kommen muss. Das Ringen um den richtigen Weg wird niemals geräuschlos vonstattengehen. Wichtig ist aber, dass diese sachlich ausgetragen werden und man einen respektvollen Umgang miteinander einhält. Wir haben uns niemals diffamierend oder herablassend über Verantwortliche des HSV geäußert und werden das auch weiterhin nicht tun. Wir erwarten das aber auch von den Verantwortlichen.

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Zu einem Fankongress in Berlin lädt die bundesweite Faninitiative ProFans am 14. und 15. Januar 2012 ein. Nach der Demonstration “Zum Erhalt der Fankultur” sehen die Initiatoren den Fankongress, der im “KOSMOS” an der Karl-Marx-Allee stattfinden wird, den logischen nächsten Schritt für einen Fußball der Zukunft, in dem Fans ein elementarer Bestandteil sind.

Auch im Jahre 2011 war das Fußballfandasein eine Herausforderung. Bilder und Berichte von Ausschreitungen, gepaart mit populistischen Forderungen nach mehr Repression und härteren Gesetzen, bestimmen die Medienberichterstattung und prägen somit auch das Bild von Fußballfans in der öffentlichen Wahrnehmung. Eine Berichterstattung über die vielen positiven Aspekte der Fankultur findet so gut wie gar nicht statt. Ebenso wenig spielen die Herausforderungen eine Rolle, denen Fans sich tagtäglich stellen müssen. Der Alltag von Fans ist bestimmt von Konfrontation und Drangsalierung statt Dialog und Transparenz. Obwohl immer wieder betont wird, wie wichtig Fans für den Fußball sind, wird nur von Partnerschaften zwischen den Verbänden, Vereinen, Sicherheitsorganen, Fernsehanstalten und Sponsoren gesprochen. Fans werden nicht als Gesprächspartner auf Augenhöhe akzeptiert.

Der offizielle Abbruch der Gespräche mit den Verbänden – der Ausstieg aus der AG Fandialog im September 2010 – war die logische Konsequenz aus den oben genannten Zuständen, die auch in den Vorjahren bereits zu beklagen waren. ProFans war und ist weiterhin gesprächsbereit, nimmt es jedoch nicht länger hin, dass man nicht ernsthaft mit den Fans redet – ihnen noch nicht mal wirklich zuhört. Niemand erwartet, dass alle Forderungen 1:1 umgesetzt werden, aber eine ernsthafte, gemeinsame und gleichberechtigte Auseinandersetzung mit den Themen ist unumgänglich. Fans sind keine Bittsteller, Fans sind Teil des Fußballs!

Mit der Fandemo im Oktober 2010 wurde von den Fangruppen ein deutliches Zeichen gesetzt. Die Kampagne „Zum Erhalt der Fankultur“ wurde anschließend mit lokalen Aktionen weiter geführt. Es ist nun an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. “Wir sind bereit zu diskutieren, zu analysieren, zu reflektieren und Konzepte zu entwickeln. Wir wollen Freiräume und Verantwortung, und daher ist es an der Zeit, dass wir unsere Zukunft selber in die Hand nehmen. Dass wir darüber reden und debattieren, Ideen austauschen und Lösungsansätze entwickeln, wie wir uns die Zukunft von Fans im Fußball vorstellen und wie dies machbar ist. Leidenschaftlich und emotional, aber auch selbstkritisch und realistisch”, so Philipp Markhardt, Pressesprecher von ProFans.

Deswegen wird es am Wochenende vom 14. bis zum 15. Januar 2012 einen aus den Reihen der Fans selbst organisierten Fankongress geben, auf dem zusammen mit anderen wichtigen Entscheidungsträgern in Workshops, Referaten und Podiumsdiskussionen darüber gesprochen werden soll, welcher Fußball in der Zukunft vorstellbar ist und welche Rolle Fans in diesem spielen werden.

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Auf Facebook sowie Twitter kann man den Verlauf des Kongresses mitverfolgen. Auch der Club Nr. 12 hat einige Vertreter vor Ort, die im Verlaufe der kommenden Woche einen ausführlichen Bericht schreiben werden.